Was wird beim Tipptest gemessen?
Zwei Werte: die Geschwindigkeit in Wörtern pro Minute (WPM) und die Genauigkeit in Prozent. Ein Wort zählt dabei als fünf Zeichen inklusive Leerzeichen, so wie es international üblich ist. Wer die deutsche Angabe in Anschlägen pro Minute gewohnt ist, rechnet einfach mal fünf: 60 WPM sind rund 300 Anschläge.
Der Test ist für alle gedacht, die am Computer oder Handy schreiben: Schüler, die das Zehnfingersystem lernen, Berufstätige, die den ganzen Tag E-Mails tippen, Programmierer, Autoren und alle, die mit ihren Freunden um die schnellsten Daumen wetteifern.

Wie läuft der Test über 30, 60 oder 120 Sekunden ab?
Wähl die Dauer, dann erscheint ein kurzer Text. Sobald du das erste Zeichen tippst, läuft die Uhr. Richtige Zeichen werden grün, falsche rot markiert, Korrekturen mit der Rücktaste sind erlaubt, kosten aber Zeit. Nach Ablauf stoppt der Test automatisch.
Das Ergebnis zeigt deine WPM, die Genauigkeit und eine von sechs Stufen: Adlersuchsystem unter 25, Gelegenheitstipper bis 40, Büro-Profi bis 55, Flinke Finger bis 75, Tempo-Dämon bis 95 und darüber Tastatur-Zauberer. Bei jedem Start wird ein anderer Text aus acht gezogen, damit niemand auswendig tippt.
Welche Texte muss ich abtippen?
Kurze deutsche Absätze mit normalem Wortschatz, Umlauten, ß und Satzzeichen, keine Fachbegriffe und keine Zungenbrecher. Ein paar Beispiele, worum es in den Texten geht:
- Ein Abend in einer Kleinstadt, in der nach und nach die Lichter angehen und es nach Abendessen riecht.
- Eine Bäckerin, die den Laden öffnet, bevor die Stadt aufwacht, mit Mehl auf der Theke und brummendem Ofen.
- Ein Absatz über den Rhythmus beim Tippen: lockere Handgelenke, Blick auf den Bildschirm, Finger zurück in die Grundstellung.
- Eine Bahnfahrt am Fenster, bei der Felder und Dörfer vorbeiziehen, inklusive der Wörter Verspätung und Großraumwagen.
- Eine Wanderung in den Bergen mit Hütte, Brotzeit und dem Moment, in dem der Nebel aufreißt.
Was ist eine gute Tippgeschwindigkeit?
Der Durchschnitt am Computer liegt bei etwa 40 Wörtern pro Minute, am Handy eher bei 35. Wer das Zehnfingersystem beherrscht, kommt auf 60 bis 80, Profis in Schreibbüros, Gerichtsstenografen und schnelle Programmierer auf über 100. In Stellenanzeigen für Sekretariat und Sachbearbeitung werden oft 200 bis 300 Anschläge pro Minute verlangt, das entspricht 40 bis 60 WPM. Wichtiger als Tempo ist aber die Genauigkeit: 70 WPM mit 90 Prozent Fehlerfreiheit bedeuten viel Korrigieren, 55 WPM mit 99 Prozent sind im Alltag schneller.
Warum testen so viele Deutsche ihre Tippgeschwindigkeit?
Weil Tastaturschreiben hier an vielen Schulen Pflichtfach oder AG ist und am Ende eine Prüfung mit Anschlägen pro Minute steht. Weil Stellenanzeigen im Büro noch immer nach Schreibgeschwindigkeit fragen und Bewerber vor dem Einstellungstest wissen wollen, wo sie stehen. Und weil die Generation, die mit WhatsApp aufgewachsen ist, am Handy mit zwei Daumen oft schneller ist als die Eltern mit zehn Fingern am PC, was sich an einem Sonntagnachmittag wunderbar beweisen lässt. Homeoffice hat das Thema verstärkt: Wer den ganzen Tag Teams-Nachrichten und E-Mails schreibt, spürt jeden Fehler. Studierende testen vor der Hausarbeit, Programmierer in der Mittagspause, und in Discord-Servern laufen regelmäßig Wettbewerbe um den höchsten WPM-Wert. Wer wissen will, ob nicht nur die Finger, sondern auch die Reflexe schnell sind, macht danach den Reaktionstest.
Häufige Fragen zum Tippgeschwindigkeitstest
Wie werden Wörter pro Minute berechnet?
Ein Wort gilt als fünf Zeichen, Leerzeichen und Satzzeichen eingeschlossen. Die Seite zählt alle korrekt getippten Zeichen, teilt durch fünf und rechnet auf eine Minute hoch. Falsch getippte und nicht korrigierte Zeichen zählen nicht mit und senken die Genauigkeit. Deshalb ist langsamer und fehlerfrei oft besser als schnell und schlampig.
Wie rechne ich WPM in Anschläge pro Minute um?
Multipliziere mit fünf. 40 Wörter pro Minute entsprechen etwa 200 Anschlägen, 60 WPM sind 300 Anschläge. Die Angabe in Anschlägen ist in deutschen Stellenanzeigen und Schulprüfungen üblich, WPM international. Beide messen dasselbe, nur in anderer Einheit.
Funktioniert der Tipptest auch am Handy?
Ja, der Test läuft im Browser auf iPhone und Android. Die Bildschirmtastatur öffnet sich automatisch, und Autokorrektur sowie Wortvorschläge solltest du für einen ehrlichen Wert ausschalten. Daumen-Tipper erreichen am Handy oft 35 bis 50 WPM, geübte sogar über 60. Ergebnisse von Handy und Tastatur solltest du getrennt vergleichen.
Wie kann ich schneller tippen lernen?
Zehnfingersystem lernen, auch wenn es die ersten zwei Wochen langsamer macht. Dann täglich fünf bis zehn Minuten üben, den Blick auf dem Bildschirm lassen und erst auf Genauigkeit, dann auf Tempo achten. Nach vier bis sechs Wochen liegen die meisten 10 bis 20 WPM über ihrem Startwert. Der Test zeigt dir den Fortschritt.
Warum ist mein Wert bei 30 Sekunden höher als bei 120?
Weil du bei kurzen Tests mit voller Konzentration sprintest und bei langen das Tempo nicht halten kannst. Die 120-Sekunden-Variante ist näher am Alltag, zum Beispiel beim Schreiben einer E-Mail oder einer Hausarbeit. Für den Vergleich mit Freunden solltet ihr dieselbe Dauer wählen und den Wert mit Genauigkeit nennen.
Welche Tippgeschwindigkeit wird im Büro erwartet?
Für Sekretariat, Sachbearbeitung und Kundenservice stehen in Stellenanzeigen oft 200 bis 300 Anschläge pro Minute, also 40 bis 60 WPM, bei hoher Fehlerfreiheit. Für Schreibdienste, Protokollführung und Untertitelung mehr. In den meisten Bürojobs zählt allerdings, dass du ohne Hinsehen tippen kannst, nicht die Höchstgeschwindigkeit.
Gibt es die Texte auch auf Englisch?
Auf dieser Seite sind die Texte auf Deutsch, mit Umlauten und ß, damit das Ergebnis zu deinem Alltag passt. Die englische Version des Tests findest du auf der englischen Seite. Beide Versionen benutzen dieselbe Berechnung, sodass sich WPM-Werte vergleichen lassen, auch wenn deutsche Wörter im Schnitt länger sind.
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